Case Study
I·P·P | Institut für Praktische Psychologie
Psychologie & Diagnostik
- 324
- Fragen im Online-Test — in 11 Sprachen, auch Arabisch und Farsi
- Pascal
- undokumentierte Alt-Software — Logik vollständig nachgebaut
- 1
- App für alles: Test, Auswertung, Lizenzverwaltung, Website
- Konzept
- Design
- Webanwendung
- Software-Ablösung
- Datenmigration
- Hosting

Die Ausgangslage
Das Institut für Praktische Psychologie (I·P·P) vertreibt den Persönlichkeitsstrukturtest PST-R und arbeitet dafür mit einem Netzwerk lizenzierter Berater, Therapeuten und Coaches. Die Auswertung lief über ein Windows-Programm aus der Pascal-Welt — über Jahrzehnte bewährt, aber technisch am Ende: Die komplette Testlogik existierte nirgends als Dokumentation, sondern nur vergraben im Quellcode der Alt-Software.
Drumherum war vieles Handarbeit: Die Website war ein statisches System mit Mail-Formularen, Gutscheine und Anträge wurden per E-Mail verarbeitet und manuell zugeordnet, und ausgefüllte Papier-Antwortbögen mussten Frage für Frage von Hand in die Windows-Software übertragen werden — bei 324 Fragen pro Test. Gesucht war deshalb keine neue Broschüren-Website, sondern ein kompletter Neuaufbau: Test, Auswertung, Lizenzbetrieb und Außenauftritt in einem System.
Die Lösung
Heute steckt alles in einer Anwendung:
- Online-Test im Browser — 324 Fragen in 33 Blöcken, in elf Sprachen inklusive Arabisch und Farsi mit Rechts-nach-links-Darstellung
- Automatische Auswertung — über 30 psychometrische Werte pro Ergebnis, zugestellt als passwortgeschützter PDF-Befund
- Lizenznehmer-Zugänge mit persönlichen Test-Links für die eigenen Klienten
- Geführte Antragsstrecke für neue Lizenznehmer — mit digitaler Unterschrift und Nachweis-Uploads
- Papierbogen-Automatik — eingescannte Antwortbögen werden maschinell ausgelesen, nur Auffälligkeiten landen zur Prüfung im Admin
- Admin-Bereich für das Institut: Lizenzverwaltung, Termine, Test-Freigaben, Mail-Protokoll
Die Website selbst führt Besucher jetzt nach Zielgruppen — Privatpersonen, angehende und bestehende Lizenznehmer — mit transparenter Preisdarstellung, wo es vorher nur verstreute Formulare gab.
324 Antworten pro Papierbogen wurden früher von Hand übertragen — heute liest die App sie automatisch aus dem Scan.
Technik
Die Anwendung ist mit Next.js und einer PostgreSQL-Datenbank gebaut und läuft auf deutschen Servern. Das Herzstück der Software-Ablösung war Reverse Engineering: Die komplette Auswertungslogik — 16 Persönlichkeitsfaktoren, Sekundärfaktoren, Validitätsskalen, Tiefenstruktur — wurde aus dem Pascal-Quellcode der Alt-Software rekonstruiert, in TypeScript nachgebaut und gegen das Altsystem verifiziert. Sie läuft ausschließlich serverseitig, damit das geistige Eigentum des Instituts nie im Browser landet.
Die Bestandszugänge der Lizenznehmer wurden 1:1 übernommen — alle bestehenden Aktivierungscodes funktionierten nach der Umstellung unverändert weiter, ohne dass ein einziger Lizenznehmer neue Zugangsdaten brauchte. Über 20 alte Adressen, inklusive der bereits verteilten persönlichen Test-Links, leiten per 301 auf die neue Struktur weiter.
- Next.js
- TypeScript
- PostgreSQL
Besonderheiten
Vom Kickoff bis zum Livegang vergingen rund zehn Wochen — in Etappen, damit der Betrieb nie stillstand: zuerst der neue Außenauftritt, dann Login und Online-Test, zuletzt das Auswertungsmodul als Ersatz der Windows-Software, jeweils mit Testläufen gegen die Bestandsdaten und Rückfalloption.
- Inhalte komplett neu erarbeitet — das Institut hat sich in seiner Ausrichtung deutlich verändert; die neuen Zielgruppen-Seiten, die transparente Preisdarstellung und die redaktionell aufbereitete Entstehungsgeschichte spiegeln das wider
- Gewachsenes mit Augenmaß — einiges radikal umgestellt (vom Abtippen zur automatischen Auswertung), Bewährtes wie Testablauf und Aktivierungscode-Logik bewusst erhalten und behutsam angepasst
- Durchgängige Bildsprache ergänzt, wo kein Fotomaterial existierte
- Ganze Bandbreite aus einer Hand: Konzept, Design, Anwendungsentwicklung, Datenübernahme und Hosting
Einblicke



